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Fachwerkbauten

Auch im Münzenberger Stadtteil Ober-Hörgern trifft man an vielen Stellen auf liebevoll restaurierte Fachwerkbauten und idyllische Plätze.  Das Straßenbild von Ober-Hörgern ist noch stark von dem Hüttenberger Hoftor geprägt, das viele Wetterauer Orte charakterisierte. Allerdings sind es meisten Tore jüngerer Bauart. Der Bestand an Toren, die vor 1840/50 erbaut worden sind, hat sich auf vier reduziert. Lediglich ein Hoftor stammt aus dem 18. Jahrhundert. Deshalb zählen sie zu den erhaltenswürdigen Hüttenberger Toren der Gegend. Bemerkenswert ist die kraftvolle Ausgestaltung des Gefaches in der Brunnenstraße 3 und in der Brunnenstraße 14, die auf den Meister Johann Jakob Wißner zurückgeht, dessen schönster noch erhaltener Hoftorbau in Gambach steht.

Auffallend einfach gehalten sind die Formen der Gefachausprägung des Hoftores in der Gambacher Straße 2. Dennoch macht das Alter und die geringe Anzahl der noch vorhandenen Hüttenberger Hoftore die Anlage bedeutsam.

Das zweigeschossige giebelständige Fachwerkwohngebäude in der Gambacher Straße 12 stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Der hoch liegende Keller und das seitlich angrenzende überdachte Hoftor bilden ein schönes Fachwerkensemble. Der insgesamt hakenförmige Hof verhält sich spiegelsymmetrisch zum benachbarten Haus Nr. 14, sodass ein großer U-förmig umschlossener Raum entsteht. Am freigelegten Fachwerk des Wohnhauses ist die vollkommene Ungestörtheit des alten Hausgefüges in bemerkenswerter Form erkennbar.

Das älteste hohe Tor Ober-Hörgerns, Brunnenstraße 32, wurde 1787 erbaut. Trotz der heutigen recht unscheinbaren Ansicht dürfte es von der handwerklichen Durchbildung eines der wertvollsten Tore gewesen sein.

 

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