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Naturschutzgebiet Steinberg

Der Steinberg ist eine kleine Anhöhe, die im 19. Jahrhundert für die Naherholung der Bevölkerung mit Kiefern, zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Fichten bepflanzt wurde. Da  er nur eine geringe   Ausdehnung besitzt, kann man nicht von Wald sprechen, aber einen hohen Erholungswert hat der Steinberg dennoch. Vor allem als Vorwaldgesellschaft mit seinen Birken und Salweiden sowie durch die angrenzenden Streuobstanlagen erfreut er die Besucher und bietet vielen Pflanzen- und Tierarten eine Heimat. Apfel-, Zwetschgen-, Birn,  Nuss- und Kirschbäume wachsen auf diesem sandig-steinigen Boden. Wenn die Bäume blühen, verwandelt sich die Streuobstwiesen in ein wunderschönes Blütenmeer.
Besondere Bedeutung im Hinblick auf den Naturschutz kommt jedoch dem Magerrasen auf dem ?Traiser Steinberg? bei Münzenberg zu, der als Biotop einer Vielzahl von für diesen Lebensraum typischen Tier- und Pflanzenarten beherbergt. Dazu zählen z. B. Orchideen und Enzianarten oder Reptilien wie die Zauneidechse oder die Schlingnatter.

Auch die Küchenschelle hat auf dem Steinberg ihre Heimat. Ausführliche Beschreibungen über Lebensräume im Wetteraukreis findet man unter www.naturschutzfonds-wetterau.de.

Im angrenzenden Steinbruch wurde seit der ersten Hälfte 19. Jahrhundert bis ca. 1923 genutzt, um vor allem den "Münzenberger Blättersandstein" abzubauen, der als Baumaterial geschätzt wurde.

Wer noch etwas Außergewöhnliches fernab der Burg sucht, findet dieses auf dem Steinberg: ein "Felsenmeer" aus Konglomeratsandsteinblöcken. Dazwischen liegt ein als "Götzenstein" anmutende Felsformation, in deren unmittelbarer Nachbarschaft sich mühlsteinähnliche Gebilde befinden. Ob es sich um eine vorchristliche Kultstätte handelt, ist nicht bekannt. Auch welche Bedeutung den "Mühlsteinen" zukommt ist bislang Spekulation geblieben.


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