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Sterbevierteljahr

Nach dem Tod eines Ehegatten hat der hinterbliebene Ehepartner Anspruch auf eine Witwen- beziehungsweise Witwerrente, wenn der Verstorbene die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt oder bereits eine Rente bezogen hat.

Für die ersten drei Monate nach dem Tod des Ehegatten steht dem Hinterbliebenen sogar die volle Rente, die der verstorbene Ehepartner bekommen hätte, zu. Man bezeichnet dies als sogenanntes "Sterbevierteljahr".

Erst danach wird die Hinterbliebenenrente, wie gesetzlich vorgesehen, auf 55 oder 60 Prozent bei der großen Witwen-/Witwerrente oder auf 25 Prozent bei der kleinen Witwen-/Witwerrente reduziert. Eine Anrechnung des Einkommens der Witwe oder des Witwers auf die Hinterbliebenenrente erfolgt erst nach dem Sterbevierteljahr.

War der verstorbene Ehepartner bereits Rentenbezieher, kann der hinterbliebene Ehegatte die Zahlung eines Vorschusses für die Ansprüche aus dem Sterbevierteljahr bekommen. Allerdings muss er dazu innerhalb von 30 Tagen nach dem Tod des Ehegatten bei dem zuständigen Rentenservice der Deutschen Post und nicht beim Rentenversicherungsträger einen entsprechenden Antrag stellen.

Zur Beantragung bei der Deutschen Post werden die Sterbeurkunde und ein Identitätsnachweis, also beispielsweise der Personalausweis, benötigt. In der Regel erhält der hinterbliebene Ehegatte nach Abgabe des ausgefüllten Antrags innerhalb kurzer Zeit die drei Renten des Sterbevierteljahres als Vorschuss ausbezahlt.

Achtung: Der Antrag auf Vorschuss gilt zwar gleichzeitig auch als Antrag auf Witwen- beziehungsweise Witwerrente, allerdings muss diese dann noch einmal beim Rentenversicherungsträger gesondert beantragt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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