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Synagoge

Das zweigeschossige Gebäude mit Satteldach wurde in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet. Seine Fertigstellung, die im  Jahre 1848 erfolgt sein soll, fällt in die Zeit des politischen Vormärz und der damit verbundenen Emanzipationsbewegung der Juden in Deutschland. Die ehemalige Synagoge liegt im Mittelpunkt des Münzenberger Stadtkerns in unmittelbarer Nähe zur ev. Pfarrkirche. Das Gebäude wurde bis zum Jahr 1938 als Gotteshaus genutzt, bis die Inneneinrichtung von nationalsozialistischen Parteigängern zerstört und die wertvollen Thorarollen den Flammen zum Opfer fielen.

Nach 1945 erwarb die Gemeinde Münzenberg das Gebäude und wandelte es in ein Feuerwehrgerätehaus um, das diesen Zweck bis zum Jahr 2005 erfüllte. Danach entschlossen sich die städtischen Gremien, das Bauwerk zu sanieren und die Außenfassade annährend so wieder herzustellen, wie sie sich im 19. Jahrhundert ursprünglich in ihrer schlichten Schönheit darstellte. Damit erinnern die politisch Verantwortlichen nicht nur an das lange friedvolle Zusammenleben der jüdischen und christlichen Gemeinden in der Stadt Münzenberg, sondern auch an das Schicksal der Menschen, die während der nazionalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordet wurden. Als steinerne Zeugen fungieren heute außerdem noch die Grabsteine auf dem am Steinberg gelegenen jüdischen Friedhof, deren ältester aus dem Jahr 1846 stammt.

Das Gebäude soll kulturellen Zwecken dienen, ein lebendiges Denkmal werden und der Bevölkerung der Stadt und der Umgebung zum Nutzen gereichen. Das "Kulturhaus Alte Synagoge" wird u. a. Schauplatz von Kleinkunstveranstaltungen, Lesungen, Vorträgen sein, die dem Veranstaltungskalender der Stadt Münzenberg entnommen werden können.

 

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